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Jonathan Meese
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Jonathan Robin Meese (* 23. Januar 1970 in Tokio) ist ein deutscher KĂźnstler. Seine Werke umfassen Malerei, Skulpturen, Installationen, Performances, Collagen, Videokunst und Theaterarbeiten. Dabei thematisiert er Ăźberwiegend PersĂśnlichkeiten der Weltgeschichte, Ur-Mythen und Heldensagen. Jonathan Meese lebt und arbeitet in Ahrensburg und Berlin.
Contents
⢠Leben und Werk
⢠Werk
⢠Rezeption
⢠Ausstellungen
⢠HÜrspiel
⢠Tonträger
⢠Schriften
⢠Auszeichnungen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Leben und Werk
Kindheit und Jugend (1970â1995)
Jonathan Meese wurde als drittes Kind einer Deutschen und eines Walisers in Tokio, Japan, geboren. Seine Mutter, die 1929 in Stuttgart geborene Brigitte Renate Meese, Geburtsname Wetzel, kehrte Mitte der 1970er Jahre mit den Kindern nach Deutschland zurĂźck und lieĂ sich in Hamburg nieder.cite-ref-1[1] Sein Vater, der Bankier Reginald Selby Meese, geboren in Newport (Wales), lebte weiterhin, bis zu seinem Tod 1988, in Japan.
Da Meese nach seiner RĂźckkehr nach Deutschland nur japanisch sprach,cite-ref-2[2] hatte er Anpassungsschwierigkeiten.cite-ref-ard-mediathek-3-0[3] 1989 machte Meese sein Abitur an der Stormarnschule im holsteinischen Ahrensburg. Als ein âSpätentwicklerâ war er mit 22 Jahren auf dem Entwicklungsstand eines 16-Jährigen.cite-ref-ard-mediathek-3-1[3] Nach einem Sprachaufenthalt Meeses in Schottland meldete ihn die alleinerziehende Mutter fĂźr ein Studium der Volkswirtschaft an, was nach Angaben der Mutter âein Desaster warâ.cite-ref-4[4]
Studium und erster Erfolg (1995â1998)
Meese studierte von 1995 bis 1998 an der Hochschule fĂźr bildende KĂźnste Hamburg bei Franz Erhard Walther, brach das Studium jedoch ohne Abschluss ab. Der Maler Daniel Richter empfahl seinen Freund Meese den Galeristen Nicole Hackert und Bruno Brunnet von der Berliner Galerie âContemporary Fine Artsâ, woraufhin diese den jungen KĂźnstler unter Vertrag nahmen.cite-ref-ard-mediathek-3-2[3] Der Kunstverein Kehdingen stellte in einer Gruppenausstellung Jonathan Meese erstmals Ăśffentlich aus. Die erste Einzelausstellung âGlockengeschrei nach Deutzâ folgte in der Galerie Buchholz in KĂśln.cite-ref-art-magazin-03-2004-6-0[6]
Begeistert von Meeses Rauminstallationen beauftragten ihn im Herbst 1998 der Produzent Claus Boje und der Regisseur Leander HauĂmann fĂźr ihren gemeinsamen Film Sonnenallee eine Kulisse herzustellen. SchlieĂlich erhielt er auch eine Rolle in dem Film und spielte einen verrĂźckten KĂźnstler. Meeses Arbeiten fĂźr Sonnenallee wurden 1999 in einer Ausstellung im Neuen Aachener Kunstverein gezeigt.cite-ref-7[7]
Erste Berlin Biennale und der Schritt ins Ausland (1998)
Seit 1998 macht Meese mit Installationen, Performances und Aktionen in der Kunstszene auf sich aufmerksam. Auf der Berlin Biennale, kuratiert von Klaus Biesenbach, Hans-Ulrich Obrist und Nancy Spector, trat Meese erstmals einer breiten Ăffentlichkeit gegenĂźber.cite-ref-8[8] Meese präsentierte die Installation âAhoi der Angstâ, eine Photocollage und Widmung an den Marquis de Sade, der auch später im Werk von Meese Beachtung finden sollte. Politiker, Schauspieler und Musiker wurden dabei in Photocollagen dargestellt. Dazu konnte der Besucher Musik hĂśren, Gedichte von Rolf Dieter Brinkmann lesen oder das Video Caligula anschauen.cite-ref-art-magazin-11-1998-9-0[9] Zudem waren Poster von Rainer Werner Fassbinder, Klaus Kinski, Nina Hagen, Little Joe und Oscar Wilde zu sehen.cite-ref-10[10]
Durch die erhĂśhte Medienpräsenz der Berlin Biennale wurde auch das Werk Meeses erstmals Ăśffentlich im In- und Ausland in einem breiteren Umfang analysiert und kommentiert.cite-ref-art-magazin-11-1998-9-1[9] Das Kunstmagazin Art bezeichnete die Installation als ein âLabyrinth der Sentimentalitätenâ.cite-ref-art-magazin-11-1998-9-2[9] Der Autor Peter Richter griff ebenfalls den räumlichen Aspekt auf, indem er das Werk als ein âHorrorkabinett zwischen Porno, Charles Bronson und Slayerâ beschrieb.cite-ref-11[11] Die Berliner Zeitung bezeichnete es als ein âzugemĂźlltes Jungs-Zimmerâ.cite-ref-12[12]
Im gleichen Jahr präsentierte Meese erstmals sein Werk im Ausland. In der Schweiz nahm er an der Basler Kunstmesse âListe 98â teil, in Wien beteiligte er sich an der Gruppenausstellung âJunge Szene â98â, in der âSouth London Galleryâ in London machte er bei der Ausstellung âSite Constructionâ mit und in Frankreich in der âGalerie de lâEcole SupĂŠrieure des Beaux-Arts de Marseilleâ bei der Ausstellung âToday Tomorrowâ.
Vermehrte internationale Ausstellungen (1999â2005)
Ab 1999 nahm Meese an einer Vielzahl von nationalen und internationalen Gruppen- und Einzelausstellungen teil. Dabei wurden besonders Rauminstallationen und Performances gezeigt. Im Zentrum seines Ĺuvres steht Meese selbst: ob in Form von Selbstporträts oder verkleidet in persona, in Aktionen, Collagen, Bildern und Zeichnungen. Die thematischen Inhalte entstammen Ăźberwiegend dem Nationalsozialismus, daneben gibt es sprachliche und theatralische BezĂźge zur deutschen Philosophie- und Literaturgeschichte. Bei Aktionen und Performances thematisierte Meese besonders Adolf Hitler und zeigte dabei wiederholt und provokativ den seit 1945 in Deutschland und Ăsterreich verbotenen HitlergruĂ.
BĂźhnenbild und Theaterarbeit
Zuerst auf Installationen, Aktionen und Performances konzentriert, wandte sich Meese ab 2004 auch der Theaterbßhne zu, wobei die Zusammenballung verschiedener Materialien, Bedeutungsträger, Gegenstände und Medien (Fotografien, Bßcher oder Musik) im Rahmen der Bßhnenarbeit weiterhin als bildnerisches Mittel Verwendung finden.
FĂźr die Inszenierung des Pitigrilli-Romans Kokain von Frank Castorf entwarf Meese das BĂźhnenbild, welches in seinem Grundriss an das Eiserne Kreuz erinnerte, vom Zuschauerraum aus gesehen aber lediglich als ânormalesâ BĂźhnenbild mit Treppen und Rampen erschien. Im selben Jahr inszeniert er gemeinsam mit Regisseur Martin Wuttke ein TheaterstĂźck im Schlosspark zu Neuhardenberg. In dem StĂźck Zarathustra. Die Gestalten sind unterwegs. setzt er sich mit dem Philosophen Friedrich Nietzsche auseinander.cite-ref-13[13] 2006 zählte das Magazin Capital ihn erstmals zu den hundert bedeutendsten KĂźnstlern.cite-ref-14[14]
âDie Peitsche der Erinnerungâ â gemeinsam mit Daniel Richter
Das Stader Erzbischofsgrab Gottfried von Arnsbergs aus dem 14. Jahrhundert diente als Vorlage fĂźr den Arbeitszyklus âDie Peitsche der Erinnerungâ. In einer ersten Serie entstanden gemeinsam mit Daniel Richter Arbeiten, die den Umgang der beiden KĂźnstler mit der Geschichte dokumentieren. Die Ausstellung wurde erstmals im Kunsthaus Stade gezeigt, in den folgenden Jahren wurde die Werkgruppe in Hamburg (2006 und 2008), Berlin (2006), Freiburg (2007), Grenoble (2006), Rosenheim (2007) und Biel (2011) gezeigt. FĂźr die unterschiedlichen Ausstellungsorte wurden von Jonathan Meese weitere Arbeiten geschaffen.
Werkschau âMama Johnnyâ und die Zeit danach (2006â2008)
Mit insgesamt 150 Gemälden, Skulpturen, fotografischen und installativen Arbeiten entstand unter dem Titel âmama johnnyâ in den Deichtorhallen in Hamburg die erste umfassende WerkĂźbersicht. Im Rahmen der viermonatigen, umfassenden Werkschau auf rund 2.500 Quadratmetern wurde eine 8 Ă 20 Ă 40 Meter groĂe âBlack Boxâ gezeigt, in der das 2004 von Meese entworfene BĂźhnenbild fĂźr Frank Castorfs Inszenierung âKokainâ ausgestellt und im Rahmen eines einmaligen Gastspiels der Berliner VolksbĂźhne als Theaterraum genutzt wurde. Zwei weitere groĂe, freistehende und begehbare Skulpturen wurden neben einer Burg und der Black Box ausgestellt.
Der fĂźnf Meter hohe âMaldororturmâ beinhaltet Fotocollagen, Schriften, Skulpturen und Videos, in denen sich Meese mit der Tyrannei des Staates kĂźnstlerisch auseinandersetzt. Zudem wurde ein drehbarer âParzifalkopfâ ausgestellt, ein Schädel Richard Wagners, den Meese bei der Performance âJonathan Meese ist Mutter Parzifalâ in der Berliner Staatsoper verwendete.
2007 inszenierte Jonathan Meese erstmals als Regisseur das TheaterstĂźck âDe Frau: Dr. Poundaddylein â Dr. Ezodysseusszeusuzurâ an der VolksbĂźhne Berlin.
2009 gestaltete er eine Ausstellung zum Thema Atlantis fĂźr das Arp Museum Bahnhof Rolandseck.cite-ref-15[15]
Seit 2008 gestaltet Meese die Medaille zum Roland Berger Preis fĂźr MenschenwĂźrde.
Ausstellungen âErzstaat Atlantisisâ und âFleisch ist härter als Stahl...â (2009)
Im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, in Remagen inszenierte Jonathan Meese vom 1. Mai bis 30. August 2009 unter dem Titel âErzstaat Atlantisisâ eine von Daniel J. Schreiber kuratierte Ausstellung, bestehend aus 170 Plastiken und Skulpturen, 14 Gemälden, elf KĂźnstlerbĂźchern in Vitrinen, zehn Filmen, vier Klangquellen und einer GroĂcollage.cite-ref-16[16] Die Arbeiten wurden im Dialog mit den Werken von Joseph Beuys zum Thema Atlantis präsentiert. Beuys zeichnete 1955 auf einem in der Mitte gefalteten Blatt Papier zwei Darstellungen, die er etwas später Atlantis nannte.cite-ref-17[17] Zur AusstellungserĂśffnung Ăźberquerte Meese im Rahmen einer Performance vom Marsch einer Blaskapelle begleitet, mit einer Uniform bekleidet und in einem Militärjeep sitzend auf einer Fähre mehrmals den Rhein, um dann nach dem Ausrufen von Parolen mit Bezug auf seine Diktatur der Kunst von Presse und Medienvertretern begleitet ins Arp Museum Rolandseck einzukehren.cite-ref-18[18] Atlantis ist, so Meese, ânicht untergegangen, sondern hat sich getarnt. Seit der Dalai Lama im Spiel ist, ist eben Atlantis weg. Die Reise ins Innere, die endet immer mit dem Tod. Das ist ein Synonym fĂźr den Tod. Und wenn irgendein Prediger oder Prophet oder Guru einem die Reise ins Innere anbietet, dann bietet er den Tod an.âcite-ref-19[19]
Auf dem ausrangierten musealen Bug des Kreuzers Puglia im Garten des Vittoriale degli italiani in Gardone Riviera in Italien präsentierte Meese vom 6. Juni bis 5. Juli 2009 die Installation âAHAB sagt: MOBY DICK ist KEINE DEMOKRATIE, ALLE DEMOKRATEN sitzen bald NICHT MEHR in einem BOOT (Schlachtschiff der KUNST sinkt nimmer)â. Leitmotiv ist dabei der Schriftsteller Gabriele DâAnnunzio, einer der Mentoren Benito Mussolinis und Leitfigur fĂźr den italienischen Faschismus, der die Puglia 1923 von der italienischen Marine als Geschenk erhielt. Von der BrĂźcke der ehemaligen Kommandozentrale erklärte Meese in der am 5. Juni 2009 aufgezeichneten Radioperformance âDON LOLLYTADZIOZ Metabolismys stinkt nicht (PUPS)â dem Beispiel DâAnnunzios folgend, mit einer Diktatur der Kunst auf Sendung zu gehen.cite-ref-20[20]
Im MĂśnchehaus Museum Goslar zeigten die befreundeten KĂźnstler Jonathan Meese und Herbert Volkmann vom 17. Juli bis 20. September 2009 unter dem Titel âFleisch ist härter als Stahl â MEERPFERD FĂTUSMANN UND BEAUSATAN KĂSE AN DER OZBAR (Die geilblĂśkenden DINGER)â Einzel- und Gemeinschafts-Arbeiten, deren inhaltliches Konzept unter anderem Bezug nimmt auf Goslar, Residenzstadt sowie âReichsbauernstadtâ unter den Nationalsozialisten und die freundschaftliche Beziehung zwischen Meese und Volkmann, einem der ersten Sammler Meeses.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22] Die dazu verĂśffentlichte kurze Version des âGoslar â Saalmanifestâ erklärt in 12 Punkten neben polarisierenden ĂuĂerungen wie âalle japanischen SchulmädchenschlĂźpfer sind totale Kunst, da es sich hier um Stoffwechseltum der Menschentiers handeltâ auch religionstheoretische Positionen zu Meeses Kunstverständnis: âKunst ist keine Religion, aber jede Religion ist Kunstâ.cite-ref-23[23] Im âGoslar â Saalmanifest de Largeâ, einer umfassenden Version des Manifests, prophezeit er u. a., dass die Diktatur der Kunst bald alles umfassen werde.cite-ref-24[24]
âGeneraltanz den Erzschillerâ (2013)
FĂźr die 17. Internationalen Schillertage wurde Meese fĂźr eine Auftragsproduktion des Nationaltheaters Mannheim in Koproduktion mit der Kunsthalle Mannheim engagiert. Mit âGeneraltanz den Erzschillerâ lieferte Meese im Schauspielhaus ein Soloprogramm.
Absage in Bayreuth (2016)
2016 sollte Meese bei den 105. Bayreuther Festspielen Richard Wagners Oper Parsifal inszenieren (Regie, BĂźhnenbild, KostĂźme).cite-ref-25[25] Diese trennten sich jedoch Mitte November 2014 von Meese, da sein Konzept fĂźr die Neuinszenierung des âParsifalsâ nicht finanzierbar sei. Meese nannte die GrĂźnde vorgeschoben, es gehe um Macht, Selbsterhalt und kĂźnstlerische EinschĂźchterung in Bayreuth. In einem âParsifal Manifestâ verdeutlichte Meese seinen kĂźnstlerischen Anspruch als legitimer Interpret Richard Wagners.cite-ref-26[26] Als Dirigent wäre Andris Nelsons, als Tenor Klaus Florian Vogt vorgesehen gewesen.cite-ref-27[27]
Werk
Meese versucht in seinen Arbeiten auf bisweilen aggressive Weise, deutsche Mythologie und âdeutschen Wahnâ zu thematisieren. So sind seine Installationen mit einem Vokabular wie âErzreligion Blutlazarett/ErzsĂśldner Richard Wagner/Privatarmee Ernte und Saat/Waffeâ versehen. Hierbei zeigt er sich auch formal als Epigone von Anselm Kiefer.
âAlles ist Spielzeug. Das ist alles gewesen. Ob Kommunismus, Nationalsozialismus, das alte Ăgypten oder das alte Rom, nichts kommt wieder. Von der StraĂe kann ich mir auch keine Revolution mehr erhoffen, der Mensch schafft das nicht. Wir sollten etwas anderes sich lostreten lassen, der Vulkan der Kunst mĂśge ausbrechen.âcite-ref-28[28]
Diktatur der Kunst
Im Zusammenhang der erhĂśhten BĂźhnenpräsenz rief Meese insbesondere in Interviews und Manifesten und mit bildnerisch-kĂźnstlerischen Mitteln eine âDiktatur der Kunstâ aus.cite-ref-29[29]
âBei der ÂŤDiktatur der KunstÂť geht es um die liebevollste Herrschaft einer Sache, wie Liebe, Demut und Respekt, zusammengefasst und gipfelnd in der Herrschaft der Kunst. In der Allmacht der Kunst geht es nicht um das Machtgehabe des KĂźnstlermenschen oder um die Machtfantasien von Selbstverwirklichern und Realitätsfanatisten, sondern um die antinostalgische, alternativlose Macht der Kunst, also der Sache. Kunst stellt die Machtfrage, nicht der KĂźnstler.âcite-ref-tagesanzeiger-ch-30-0[30]
Dabei vertritt er mit der Diktatur einen elitären Anspruch der Kunst und grenzt diese entschieden von allem Gebrauchswert und Gefälligen ab. 2012 sagte er in einem Kunstgespräch zum Thema zeitgenĂśssische Kunst mit besonderem Bezug zur documenta: âIch leide darunter, dass mir irgendwelche Skulpturen als Kunst verkauft werden, aber in Wahrheit Design sind. Ich leide darunter, dass mir beschissene Malerei gezeigt wird, die in Wirklichkeit hochgepushte Illustration ist.âcite-ref-31[31]
Dabei hebt er immer wieder die Demut hervor und stellt sich als eine âAmeise der Kunstâ dar, die ohnehin nur ausrufe, âwas alternativlos ohnehin passieren wird (âŚ) In der Diktatur der Kunst regiert die Sache, wie Licht, Atmung, Gelee (Erz), Liebe oder totale SchĂśnheit, wie z. B. Scarlett Johansson.âcite-ref-tagesanzeiger-ch-30-1[30]cite-ref-32[32]
Simon Hansen vergleicht Meeses âDiktatur der Kunstâ mit Wolfram Lotzâ Theater- und dramentheoretischem Konzept des âUnmĂśglichen Theatersâ: âMeeses âDiktatur der Kunstâ und Lotz âUnmĂśgliches Theaterâ betonen jeweils eine doppelte Hermetik: In beiden Konzepten geht es [âŚ] um einen ideellen Schutzraum, in dem die Kunst von einem rationalen Weltwissen abgegrenzt ist und die Zeichen der Alltagsrealität nicht ihre konventionellen Bedeutungen habenâ.cite-ref-33[33]
Kooperationen und Vertretung
Meese arbeitete unter anderem mit den Malern JĂśrg Immendorff, Albert Oehlen, Tim Berresheim, Daniel Richter, Tal R und dem Komponisten Karlheinz Essl zusammen.
Arbeiten von Meese wurden von Museen wie dem Pariser Centre Pompidou, dem Städel Museum in Frankfurt oder dem Museum Abteiberg in MĂśnchengladbach angekauft und befinden sich in Ăśffentlichen Sammlungen wie der Sammlung zeitgenĂśssischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, sowie in privaten Sammlungen in Deutschland (Sammlung Falckenberg), England (Saatchi Gallery) und Ăsterreich (Sammlung Essl).
Rezeption
In der Abhandlung âDiskursive Kulturwissenschaftâ beschreibt Elize Bisanz das Werk als ein Phänomen eines âNeurotischen Realismusâ. Ein Naturalismus, so Bisanz, âmit einem spektakulären Hang zur Wiedergabe von AngstgefĂźhlen, Depressionen und Zwangsphänomenenâ.cite-ref-34[34]
Nach Harald Falckenberg, Leiter der Kulturstiftung Phoenix Art in Hamburg, Initiator der Sammlung Falckenberg, steht Meese in einer Tradition der âGroteskeâ, in der sich KĂźnstler âgegen das SchĂśne und Wahre und Gute richtenâ. Narren haben in der Gesellschaft eine reinigende Kraft, so Falckenberg, âweil sie das richtige in Frage stellenâ.cite-ref-ard-mediathek-3-3[3]
Dem KĂźnstlerkollegen Georg Baselitz zufolge, der ebenfalls Meeses Werke sammelt, muss man âden Wahrheitsgehalt im Werk skeptisch gegenĂźber treten und nicht alles glaubenâ.cite-ref-ard-mediathek-3-4[3] Der verstorbene JĂśrg Immendorff, der wie auch Baselitz und Meese von der Galerie âContemporary Fine Artsâ vertreten wurde, sagte in einem Interview mit dem Magazin Monopol: âJonathan Meese ist mir in seinem radikalen Denken sehr nahâ, und: âIch glaube, man kann diesen Beruf nur Ăźberleben, wenn man radikal gegen sich selbst ist.âcite-ref-35[35]
Auf die Themenauswahl und Formsprache bezugnehmend, erläutert Werner Pelikan in einer GegenĂźberstellung von Jonathan Meese und Anselm Kiefer in seiner Dissertation âMythen und Mythenbildung in Kunst und Werbungâ, dass sich zwar beide KĂźnstler einer jeweils durchgängigen individuellen Formsprache bedienen, die Themenauswahl jedoch nicht derart abweichend ist. Eine aktuelle Mythen-Debatte wird, beschreibt Werner Pelikan, gerade an der Gegensätzlichkeit dieser beiden KĂźnstler deutlich.cite-ref-werner-pelikan-36-0[36]cite-ref-frieze-issue-79-37-0[37]
Wie bei Kiefer, der sich 1969 mit seinen Aktionen âBesetzungenâ in âbevorzugten sĂźdlichen Reiseländern der Bundesdeutschen mit dem Nazi-GruĂ salutierend darstellt(e)â, so ist auch bei Jonathan Meese der HitlergruĂ in vielen Aktionen provokativ zur Schau gestellt worden. Dies wurde stets, wenn auch unkritisch, von einigen deutschen Tageszeitungen aufgegriffen.cite-ref-38[38]
In einem Interview mit Tina Petersen und Angelika Leu-Barthel in den Deichtorhallen Hamburg 2005 erklärte Meese: âWenn ich einen HitlergruĂ auf der BĂźhne mache, dann ist das nicht meine Meinung. Es geht nicht um Jonathan Meese, sondern es geht um die Sache, und ich glaube ja, dass die sich an mir abspielt.âcite-ref-39[39]
Der Journalist Georg Diez stellte in einem Beitrag unter dem Titel âFĂźhrer spielen â Warum deutsche KĂźnstler die Finger von Hitler lassen solltenâ fĂźr Die Zeit im Juli 2007 fest: âEs wirkt bei Meese allerdings nicht so, als ob er Hitler bannen wollte; es wirkt eher wie eine Anrufung. Und merkwĂźrdig ist nun, dass es gerade in einer Zeit, da die letzten Zeitzeugen sterben, und gerade bei einer Generation, die so frei schien von diesem Schatten, diesen Reiz gibt, sich der Energie des BĂśsen, des Verbotenen zu bedienen. In seiner groĂen Frankfurter Ausstellung hatte Meese schräg Ăźber sein Selbstporträt Hitlers Bild an die Wand geklebt; und darauf hatte er das Wort ÂťVaterÂŤ geschrieben.âcite-ref-40[40]
Meeses Auftritt mit HitlergruĂ in Kassel bei der im Vorfeld der dOCUMENTA (13) vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel durchgefĂźhrten Veranstaltung âGrĂśĂenwahn in der Kunstweltâ fĂźhrte 2013 zu einem Gerichtsverfahren wegen des VerstoĂes gegen den § 86aB des Strafgesetzbuches.cite-ref-41[41] Das Amtsgericht Kassel erkannte an, dass Meeses Auftritt bei der Veranstaltung der Kunstsphäre angehĂśrte. Daher entschied es zugunsten der Kunstfreiheit und sprach Meese frei: âEs ist klar, dass der Angeklagte sich nicht mit nationalsozialistischen Symbolen oder Hitler identifiziert, sondern das Ganze eher verspottetâ, so die Vorsitzende Richterin.cite-ref-42[42] Der Freispruch wurde rechtskräftig, nachdem die Staatsanwaltschaft ihre zunächst eingelegte Revision zurĂźcknahm.cite-ref-43[43]cite-ref-44[44]
Ein weiteres Verfahren hat die Staatsanwaltschaft MĂźnchen am 5. Mai 2015 wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingestellt. Meese war 2014 angezeigt worden, weil er am 21. November während der Performance âDiktatur der Kunstâ beim Literaturfest MĂźnchen mehrfach die Hand zum HitlergruĂ gehoben hatte. Das art Magazin erläutert: âIn MĂźnchen hatte Meese vor allem seiner Wut Ăźber sein Aus als Parsifal-Regisseur bei den Bayreuther Festspielen freien Lauf gelassen und gesagt, auf dem GrĂźnen HĂźgel habe es seit 1945 keine starke Performance mehr gegeben. âDie letzte starke Inszenierung war Hitler.ââcite-ref-art-45-0[45] Meeses Anwalt Pascal Decker teilte am 5. Mai mit, dass der Auftritt als Performance anzusehen und damit ein Werk der Kunst sei. Das Publikum, welches zwĂślf Euro fĂźr die Veranstaltung zahlte, habe gewusst, was auf es zukomme. Es sei das vierte Verfahren gegen Meese, das mit einem Freispruch endet.cite-ref-art-45-1[45]
Ausstellungen
Einzelausstellungen (Auswahl)
⢠2022: Jonathan Meese: Self Portraits and Nudes (Gesamtkunstwerk). Tim Van Laere Gallery, Antwerpen
⢠2021: Jonathan Meese â Die Dr. Mabusenlolita (Zwischen Abstraktion und Wahn). Galerie Krinzinger, Wien
⢠2020: Jonathan Meese â Dr. 50/50FITTYMEESE (Pump Away Reality). Tim Van Laere Gallery, Antwerpen
⢠2019: Dr. Zuhause : K.U.N.S.T. (Erzliebe). Gßnter-Grass-Haus, St. Petri zu Lßbeck, Kunsthalle St. Annen, Overbeck-Gesellschaft, Lßbeck
⢠2018: Die Irrfahrten des Meese. Pinakothek der Moderne, Mßnchen
⢠2017: Parsifalâs Traum: Chefsache âK.U.N.S.T.â. Kunsthistorisches Museum, Wien
⢠2016: Dr. Merlin de Large (Marquis Zed de Baby-Excalibur). CarrÊ Sainte-Anne, Montpellier
⢠2015: Jonathan Meese: My Ăber Daddys. Nationalgalerie Prag
⢠2014: Pump Up the Vampire, Pump Up the Vampire, Pump Up the Vampire, Smell !!! Glue Factory, Glasgow
⢠2013: Malermeese. Meesermaler. Museum der Moderne Salzburg
⢠2012: Jonathan Meese. Totalste Graphik. Akademie der bildenden Kßnste Wien
⢠2011: Jonathan Meese. Knight Exhibition Series. Museum of Contemporary Art, North Miami, Florida
⢠2010: Jonathan Meese. 3 x C? Circussys Ceramicussus Caligolossoz (Once Upon a Time in Fort Knoxoz). Centro de Arte Contemporåneo, Målagacite-ref-46[46]
⢠2009: Jonathan Meese â Erzstaat Atlantisis. Arp Museum Bahnhof Rolandseck
⢠2007: Gundling Meese Erzstaat, Schloss Neuhardenberg
⢠2007: Jonathan Meese â Fräulein Atlantis. Essl Museum, Klosterneuburg/Wien
⢠2006: Jonathan Meese â mama johnny. Deichtorhallen, Hamburg
⢠2005: Jonathan Meese â Sherwood Forest. De Hallen, Haarlem
⢠2004: KĂŠpi Blanc â nackt. Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main
⢠2002: Jonathan Meese. kestnergesellschaft, Hannover
⢠2000: Jonathan Meese. Kunst-Werke Berlin â KW Institute for Contemporary Art, Berlin
⢠1999: Jonathan Meese. Neuer Aachener Kunstverein, Aachen
Teilnahme an Gruppenausstellungen (Auswahl)
⢠2010: Märchen Kunst. Kunsthalle Darmstadt.
⢠2010: Macht zeigen â Kunst als Herrschaftsstrategie. (mit Clegg & Guttmann, Thomas Huber, Verena Landau) kuratiert von Wolfgang Ullrich, Deutsches Historisches Museum, Berlin.
⢠2009: Jonathan Meese & Herbert Volkmann, MÜnchehaus Museum Goslar.
⢠2008: back to black â schwarz in der aktuellen malerei. Kestnergesellschaft, Hannover.
⢠2008: Konstellationen III. Städel, Frankfurt/Main.
⢠2008: Rubben â Booked for killing a Policeman, Laden fuer Nichts, Leipzig.
⢠2007: Die Peitsche der Erinnerung. Kunstverein Rosenheim.
⢠2007: Das Gelände. Kunsthalle Nßrnberg.
⢠2006: SITE Santa Feâs Sixth International Biennial. Santa Fe, NM.
⢠2006: Jonathan Meese/Daniel Richter â Die Peitsche der Erinnerung Kunsthaus Stade
⢠2005: Tal R and Jonathan Meese â mother. Statens museum for kunst, Kopenhagen.
⢠2005: Dionysiac. Centre Pompidou, Paris.
⢠2005: Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF-Ausstellung. Kunst-Werke Berlin â KW Institute for Contemporary Art, Berlin.
⢠2004: Rheingold III. Städtisches Museum Abteiberg, MÜnchengladbach.
⢠2003: solo mortale. Kasseler Kunstverein, Kassel.
⢠2003: actionbutton. Hamburger Bahnhof, Museum fßr Gegenwart, Berlin.
⢠2003: Grotesk! 130 Jahre Kunst der Frechheit. Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main.
⢠2001: Jonathan Meese â Patty Chang. Fri Art â Centre dâart contemporain, Fribourg.
⢠2000: Wounded Time. Avantgarde zwischen Euphorie und Depression. Städtisches Museum Abteiberg, MÜnchengladbach.
⢠1999: Wunderkammern â Christian Flamm, Bernd KrauĂ, Jonathan Meese. Frankfurter Kunstverein, Frankfurt/Main.
⢠1999: GENERATION Z. P.S.1 Contemporary Art Center, Long Island City.
⢠1999: Jonathan Meese/Nic Hess/Kerim Seiler. Kunsthalle St. Gallen.
⢠1998: 1. Berlin Biennale fßr ZeitgenÜssische Kunst. berlin biennale fßr zeitgenÜssische kunst, Berlin.
HĂśrspiel
⢠2011: Illegale Publikation oder: Tod den Ohnmächtigen bis zur Revolution, WDR (zusammen mit Henning Nass und Bernhard Schßtz)
⢠2008: Dr. Eiahab's Neutralmeuterei de Large, WDRcite-ref-48[48]
Tonträger
Von Jonathan Meese existieren diverse Performance/Text/Klangeinspielungen auf LP und CD in Kleinstauflagen, u. a. mit Tim Berresheim, Mama Baer und Kommissar Hjuler, Maja Ratkje, Alfred Harth.cite-ref-50[50] In Zusammenarbeit mit DJ Hell, Daniel Richter und Mutter Brigitte Meese erschien im März 2021 beim Independent-Label Buback das Album Meese X Hell â Hab keine Angst, hab keine Angst, ich bin deine Angst.cite-ref-51[51] 2025 verĂśffentlichte Meese zusammen mit seiner Mutter und DJ Hell das Album Gesamtklärwerk Deutschland.cite-ref-52[52]cite-ref-53[53]
Schriften
⢠Jonathan Meese, Peter HÜnnemann: 24 h. Edition Braus, 2007, ISBN 978-3-89904-293-1.
⢠Jonathan Meese, Robert Fleck, Annette Sievert: Jonathan Meese. Mama Johnny. Retrospektive. Buch zur Ausstellung in Hamburg, Grenoble. Verlag der Buchhandlung Walther KÜnig, 2007, ISBN 978-3-86560-090-5.
⢠Jonathan Meese, Bernd Kauffmann, Heiner Mßller, Martin Sabrow: Gundling Meese Erzstaat, Verlag der Buchhandlung Walther KÜnig, 2007, ISBN 978-3-86560-337-1
⢠Jonathan Meese, Robert Fleck, Karlheinz Essl jun.: Jonathan Meese â Fräulein Atlantis. Prestel, 2008, ISBN 978-3-7913-4110-1.
⢠Stefan Bidner, Jonathan Meese: Totale Neutralität. Jonathan Meese: Diktatur der Kunst. Verlag der Buchhandlung Walther KÜnig, 2008, ISBN 978-3-86560-506-1.
⢠Jonathan Meese: Ausgewählte Schriften zur Diktatur der Kunst. Suhrkamp, Berlin 2012, ISBN 978-3-518-12656-1. (Herausgegeben und mit Glossar, Bibliografie und Nachwort versehen von Robert Eikmeyer)
⢠Moby Dick Filet No 36 â The Quarter-Deck. Harpune Verlag, Wien 2013
⢠Alexander Kluge, Jonathan Meese: Schramme am Himmel. Nachrichten vom Helden Hagen. Spector Books, Leipzig 2022, ISBN 978-3-95905-564-2.
Auszeichnungen
Literatur
⢠Stefan Ăner: Jonathan Meese. Spontan und unberechenbar, in: stayinart, Innsbruck 2021, S. 62â68.
⢠JĂśrg Scheller: Keine Angst, der will nur spielen! Oder: Wie Jonathan Meese mit seiner Forderung nach einer Diktatur der Kunst den deutschen Idealismus in die Postmoderne rettet, in: Kritische Berichte. Heft 1, 2010, Jahrgang 38, S. 49â58.
⢠Andreas Rosenfelder: Wie man so richtig durchknallt. Diktatur fßr Fortgeschrittene: Der Kßnstler Jonathan Meese verÜffentlicht bei Suhrkamp seine Manifeste und Schriften, in: Welt am Sonntag. 1. April 2012, S. 50.
⢠Carsten Ahrens und Carl Haenlein (Hrsg.): Jonathan Meese Revolution. Mit Texten von Harald Falckenberg, Johannes Garchnang, Roberto Ohrt, Jan-Hendrik Wentrup. Ausstellungskatalog der Kestner-Gesellschaft Hannover, 2002. Keine ISBN.
Weblinks
Commons
: Jonathan Meese
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Literatur von und ßber Jonathan Meese im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Werke von und ßber Jonathan Meese in der Deutschen Digitalen Bibliothek
⢠Suche nach âJonathan Meeseâ im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin â PreuĂischer Kulturbesitz
⢠Jonathan Meese â Homepage
⢠Jonathan Meese bei IMDb
⢠Jonathan Meese bei artfacts.net
⢠Biografie, Bibliografie, ausgewählte Arbeiten und Videos auf der Website der Galerie Contemporary Fine Arts Berlin
⢠Radioansprache DON LOLLYTADZIOZ Metabolismys stinkt nicht (PUPS)
⢠Portal Kunstgeschichte: Kunst kommt von Conan â Porträt Ăźber Jonathan Meese
Einzelnachweise
cite-note-11. â MUTTER "M" â Preview FilmvorfĂźhrung mit anschlieĂendem Gespräch zwischen Jonathan Meese und Brigitte Meese. In: StadtPalais â Museum fĂźr Stuttgart. Abgerufen am 19. Juni 2022 (deutsch).
cite-note-22. â Deutschlandfunk: âIch fĂźhle mich kunstdeutschâ - Jonathan Meese zum Brexit, 31. Januar 2020
cite-note-ard-mediathek-33. â ARD Mediathek: Sendung vom 17. Juli 2008 . Jonathan Meese. Aus: Deutschland, deine KĂźnstler In: Business Week. (Memento vom 2. August 2008 im Internet Archive)
cite-note-44. â Radikal schon vor dem Zähneputzen. In: Die Weltwoche, Nr. 26/2006
cite-note-artnet-19-5-2006-55. â Alain Bieber: In meiner RĂźstung. In: Artnet, 19. Mai 2006. (abgerufen am 10. Dezember 2008)
cite-note-art-magazin-03-2004-66. â Der ErzkĂźnstler. (Memento vom 18. Februar 2010 im Internet Archive) In: Art â das Kunstmagazin, März 2004. ISSN 0173-2781 (Abgerufen am 10. Dezember 2008.)
cite-note-77. â Jonathan Meese, 24. Januar â 7. März 1999 (Memento vom 6. Mai 2009 im Internet Archive) Ausstellung im Neuen Aachener Kunstverein, abgerufen am 10. Dezember 2008.
cite-note-88. â Insgesamt 77.000 Kunstinteressierte besuchten in drei Monaten die 2,5 Millionen Mark teure Ausstellung im ehemaligen Postfuhramt. (Memento vom 6. Mai 2009 im Internet Archive) art-magazin.de, 03/1999.
cite-note-art-magazin-11-1998-99. â Eine Sause in die Welt der GefĂźhle. (Memento vom 6. Mai 2009 im Internet Archive) In: Art Magazin, 11/1989 (abgerufen am 12. Dezember 2008)
cite-note-1010. â Jan Verwoert: Berlin Biennale. (Memento vom 6. Mai 2009 im Internet Archive) In: Frieze Magazin, Issue 44, Jan-Feb 1999 (abgerufen am 22. Dezember 2008)
cite-note-1111. â Peter Richter: Freies Radikal des Kunstbetriebs: Jonathan Meese. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Januar 2004.
cite-note-1212. â Petra Ahne: Der VerstĂśrer. In: Berliner Zeitung, 29. Januar 2004.
cite-note-1313. â Gerhard Ahrens: Stiftung Schloss Neuhardenberg: âZarathustraâ â Eine theatralische Exkursion nach Friedrich Nietzsche. In: Berliner Zeitung, 30. Juni 2006.
cite-note-1414. â Kunstkompass 2006: Gerhard Richter behauptet den Spitzenplatz. (Memento vom 6. Mai 2009 im Internet Archive) Capital.de, Vorabmeldung 23/2006 (abgerufen am 14. Dezember 2008)
cite-note-1515. â Jonathan Meese gestaltet Atlantis-Ausstellung fĂźr Arp-Museum (Memento des Originals vom 3. September 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dernewsticker.de, ddp, 5. Februar 2009.
cite-note-1616. â Pressemitteilung (Memento vom 20. August 2014 im Internet Archive) (MS Word; 233 kB) des Arp Museum Bahnhof Rolandseck
cite-note-1818. â Jonathan Meese und der ÂŤErzstaat AtlantisisÂť. Deutsche Welle Kultur.21, auf youtube.com
cite-note-1919. â Christoph Gehring: Am Vorabend der Diktatur der Kunst â Jonathan Meese im Arp-Museum. (aufgerufen am 20. August 2009)
cite-note-2020. â Dannunzioz
cite-note-2121. â Video des Tages â Jonathan Meese und Herbert Volkmann Deutsche Welle, auf youtube.com
cite-note-2222. â Jonathan Meese & Herbert Volkmann â Fleisch ist härter als Stahl. Ausstellung, 17. Juli â 20. September 2009, MĂśnchehaus Museum Goslar.
cite-note-2323. â Saalmanifest (PDF; 1,5 MB). Kurzversion des am 17. Juli 2009 datierten Goslar Manifests, aufgerufen am 20. August 2009.
cite-note-2424. â Saalmanifest de Large (PDF; 3,8 MB). AusfĂźhrliche Version des vom 17. Juli 2009 datierten Goslar Manifests.
cite-note-2525. â Jonathan Meese soll 2016 in Bayreuth inszenieren. (Memento vom 29. Juli 2012 im Internet Archive) auf: br.de, 25. Juli 2012 (abgerufen am 25. Juli 2012)
cite-note-2626. â ErzWagners Bluthundbaby Jonathan Meese, 21. November 2014
cite-note-2727. â Es geht in Bayreuth schon lange nicht mehr um Kunst bei faz.net
cite-note-2929. â Jonathan Meese: Ausgewählte Schriften zur Diktatur der Kunst. Suhrkamp, 2012, ISBN 978-3-518-12656-1. (Kurzbeschreibung beim Verlag)
cite-note-tagesanzeiger-ch-3030. â Barbara Basting: Die Kunst ist ja die Gegenwelt. (Memento vom 5. Mai 2009 im Internet Archive) In: Tages-Anzeiger, 6. März 2008.
cite-note-3131. â Die Documenta? DĂźnnpfiff! Spiegel Online, 5. Juni 2012.
cite-note-3232. â Gerrit Gohlke: Jonathan Meeses artnet-Manifest in artnet.de, 28. Februar 2008 (abgerufen am 14. Dezember 2008)
cite-note-3333. â Simon Hansen: Nach der Postdramatik. Narrativierendes Text-Theater bei Wolfram Lotz und Roland Schimmelpfennig. Transcript Verlag, Bielefeld 2021, ISBN 978-3-8376-5629-9, S. 56.
cite-note-3434. â Elize Bisanz: Diskursive Kulturwissenschaft: Analytische Zugänge zu symbolischen Formationen der Post-westlichen Identität in Deutschland. LIT Verlag, Berlin/Hamburg/MĂźnster, 2005, ISBN 3-8258-8762-6.
cite-note-3535. â JĂśrg Immendorff Seelenverwandt mit Meese. In: Tagesspiegel.de, 12. Juni 2007 (abgerufen am 21. Dezember 2008)
cite-note-werner-pelikan-3636. â Werner Pelikan: Mythen und Mythenbildung in Kunst und Werbung â Grundmuster der Kommunikation. (PDF; 6,5 MB) Dissertation an der Universität Kassel Fachbereich Kunstwissenschaft, 2005.
cite-note-frieze-issue-79-3737. â Vgl.: Morgan Falconer: âJonathan Meeseâ (Memento vom 1. Dezember 2008 im Internet Archive), Frieze Magazin, Issue 79, Nov-Dez 2003 âNot surprisingly, Anselm Kieferâs name has surfaced in discussion of Meeseâs historical work, it being necessary, in some degree at least, to justify his regularly uncompromising strategies. The fact that the two artists belong to different generations makes the comparison awkward, but either way itâs interesting that the argument still seems worth having. Expressionism clearly continues to possess a radical force that bites at modern, rationalized order (just as it did at incipient fascism in the 1930s), and yet it also carries its own quotient of machismo; itâs the blend of the two that makes it so potent. The problem with âFreiheitâ is that Meese wants none of this to matter: his is a Nietzschean model of artistic self-hood that changes shape at will and spits insolently at all sacred cows. The quest is to make the artist sovereign over all he surveys; the invocation in the showâs title is hence typical.â
cite-note-3838. â Jonathan Meese: Mama Johnny mit HitlergruĂ. In: Spiegel Online, 20. September 2007. Christian Bartel: Jonathan Meese verweigert den Hitler-GruĂ. In: Welt.de, 7. Juni 2007. Tobias Haberl: âRebell Yellâ und HitlergruĂ. Stern.de, 16. April 2007. Miriam Bandar: HitlergruĂ und Unterhosen. In: Tagesspiegel.de, 21. September 2007. Cosima Lutz: Jonathan Meese, die âAmeise der Kunstâ. In: Berliner Morgenpost, 11. Februar 2008. (Alle Online-Inhalte aufgerufen am 14. Dezember 2008.)
cite-note-3939. â Tina Petersen, Angelika Leu-Barthel: jonathan meese Ăźber mama johnny. (PDF; 4,3 MB) 21. März 2005 (aufgerufen am 14. Dezember 2008)
cite-note-4141. â AG Kassel ¡ Urteil vom 14. August 2013 ¡ Az. 1614 Js 30173/12 - 240 Cs. In: âOpenJur.de, die freie juristische Datenbankâ. Abgerufen am 4. Juli 2014.
cite-note-4242. â Amtsgericht Kassel: Freispruch fĂźr KĂźnstler Jonathan Meese nach HitlergruĂ bei abendblatt.de, 14. August 2013 (abgerufen am 14. August 2013).
cite-note-4343. â Staatsanwaltschaft geht gegen Meese-Freispruch vor (Memento vom 6. April 2017 im Internet Archive) (abgerufen am 23. August 2013)
cite-note-4444. â Freispruch fĂźr Jonathan Meese nach HitlergruĂ rechtskräftig In: Hamburger Abendblatt, 9. Oktober 2013.
cite-note-art-4545. â Ermittlungen gegen Meese eingestellt (Memento vom 10. Mai 2015 im Internet Archive) In: art â Das Kunstmagazin, 5. Mai 2015.
cite-note-4646. â Jonathan Meese. 9. April bis 20. Juni 2010, CAC MĂĄlaga.
cite-note-4747. â https://www.deappel.nl/en/archive/videos/15756-jonathan-meese-jonathan-rockford-don-t-call-me-back-please-short-version De Appel, Amsterdam, vom 26. Mai bis 19. August 2007.
cite-note-4848. â Dr. Eiahab's Neutralmeuterei de Large - Jonathan Meese auf See. Abgerufen am 4. März 2023.
cite-note-491. Chartquellen: DE
cite-note-5050. â Listung der Projekte unter Discogs â Jonathan Meese, zudem diverse Rezensionen in Schriftform
cite-note-5151. â Lara Ewert: Techno-Quatsch mit Jonathan. In: Die Zeit. 17. März 2021, abgerufen am 17. März 2021.
cite-note-5252. â Deutschland unter allem | Monopol. Abgerufen am 24. November 2025.
cite-note-5353. â Gesamtklärwerk Deutschland, by Meese X Hell. Abgerufen am 24. November 2025.